Nasennebenhöhlenoperation

Endoskopische, mininal invasive Nasennebenhöhlenoperationen

FESS = Funktionell - endoskopische Nasennebenhöhlenoperationen

Die Nasennebenhöhlenchirurge zählt zu den anspruchsvollsten operativen Herausforderungen im Bereich der HNO-Chirurgie.

Neben umfangreichen anatomischen Kenntnissen werden vom Operateur außergewöhnliches Geschick, Erfahrung sowie neuester wissenschaftlicher Kenntnissstand verlangt.

Aus diesem Grund hat sich die Paxis HNO münsterland um Dr. Hermann und Dr. Eikenbusch entschieden, die Nasennebenhöhlenchirurgie zur Behandlung chronischer Nasennebenbenhöhlen-entzündungen (chronische Sinusitis) und gutartiger NNH-Tumoren als einen wesentlichen Schwerpunkt ihrer operativen Tätigkeit auszubauen.

Es hat unserer Ansicht nach keinen Sinn, auf Kosten der Qualität und Sicherheit für den Patienten ein zu breites operatives Spektrum anzubieten, welches im Detail nur mittelmäßig sein kann.

Hiermt liegt unsere Fachpraxis auch im internationalen Trend: Vermeidung von Komplikationen und optimale Ergebnisse durch operative Spezialisierung

Da im Fall der chronischen Sinusitis (mit Polypen) der operative Eingriff als alleinige Therapie oft nicht ausreicht, die Erkrankung dauerhaft zu bekämpfen, wird die Operation in unserer Praxis eingebunden in ein Gesamtkonzept zur Behandlung der chronischen Sinusitis. Dies erfolgt in Absprache mit ihem überweisenden Arzt, der den nicht operativen (konservative) Teil der Behandlung in aller Regel weiterführt.

 

Verschiedene Ursachen einer chronischen Sinusitis:

Prädisponierende Faktoren für die Ausbildung einer chronischen Sinusitis

a) Allergien

Die allergische Rhinitis ist eine Erkrankung, deren Häufigkeit in Europa mit einem Mittel von 23% angegeben wird. Die Inzidenz bei der chronischen Rhinosinusitis beträgt 40-80%, wobei die Polyposis nasi et sinuum hiervon ausgenommen ist (andere Ursache). Aus diesen Gründen gehört zur Behandlung der chronischen Sinusitis bei Allergikern nicht nur die Operation, sondern ebenfalls die antiallergische Therapie.

b) Analgetika Intoleranz Syndrom

Ein Symptomenkomplex der neben nasalen Beschwerden und Polypenwachstum ein nichtallergisches Asthma einschliesst. Oft kommt es nach der Einnahme von Nicht steroidalen Antiphlogistika (z.B: Aspirin, Spalt, Ibuprofen) zu einem asthmatischen Anfall oder bronchialen Beschwerden.
Bei diesen Patienten ist das Polypenwachstum in den Nasennebenhöhlen besonders extrem ausgebildet. Nach Operationen kommt es häufig zu Rezidiven. Bei einer möglichen Desensibilisierung gegen Acetylsalicylsäure verringern sich die nasalen und bronchialen Beschwerden und die Polypen-Rezidive sind seltener.

c) Asthma

Ein Zusammenhang zwischen Asthma und einer chronischen Sinusitis ist wissenschaftlich zweifelsfrei belegt. 40-70% der Asthmatiker leiden unter einer chronischen Sinusitis. Eine Sinusitis verschlechtert den Allgemeinzustand des Asthmatikers.

d) Histaminintoleranzsyndrom

Histamin ist ein körpereigener Stoff der im Rahmen einer Allergie ausgeschüttet wird. Histamin wir darüber hinaus auch mit der Nahrung aufgenommen. Geräucherter Fisch , reifer Käse, Rotwein, Champagner und viele andere Nahrungsmittel enthalten zum Teil hohe Mengen an Histamin, die individuell unterschiedlich verstoffwechselt werden. Auch diverse Medikamente wie Diclofenac und Acetylsalicylsäure erhöhen den Histamingehalt im Körper.

Folge: durch die gesteigerte Aufnahme von Histamin mit der Nahrung/Getränken kommt es zur Schwellung der Schleimhäute in Nase/Nasennebenhöhlen/Bronchien und manchmal zur Ausbildung einer chronischen Sinusitis. Auch Kopfschmerzen, Urticaria, Flushsymptome und gastrointestinale Beschwerden können ausgelöst werden.

FESS: Funktionell-endoskopische Nasennebenhöhlenchirurgie

Falls eine Operation indiziert ist, sollten Sie wissen, dass wir Sie in einem speziell ausgestattetem HNO-OP operieren. Die Raphaelsklinik stellt uns die neuesten endoskopischen Techniken und Instrumente zur Verfügung.

Die hohe Kunst der Nasennebenhöhlenchirurgie besteht darin, entzündliches Gewebe zu entfernen, wichtige Strukturen zur Befeuchtung der Nase aber zu belassen. Immer wieder sehen wir Patienten, die nach zu radikaler Operationstechnik unter austrocknenden Nasenschleimhäuten leiden. Ein Zustand der dann oft nicht mehr reversibel ist.

Mit den modernen endoskopischen Verfahren in der Hand des Spezalisten können diese unerwünschten "Nebenwirkungen" unserer Ansicht nach praktisch immer vermieden werden.

Die Öffnungen der 4 Nasennebenhöhlen (Kieferhöhle/Stirnhöhle/Siebbein/Keilbeinhöhle) zum Naseninneren werden je nach Krankheitsbefund in endoskopischer Technik erweitert.

Obwohl der gesamte Eingriff durch das Nasenloch durchgeführt wird (Schlüssellochchirurgie), entstehen Operationswunden im Inneren des Nasennebenhöhlensystems. Aus diesem Grund sondert die Nase postoperativ viel Wundschleim und Blut ab. Dieser Heilungsprozess dauert je nach Operationsaufwand bis zu 3 Wochen. In dieser Zeit sollten sie vermeiden zu schneuzen oder  sich schwer zu belasten. Zur Unterstützung der Wundheilung verwenden Sie täglich Nasenspülungen/ Inhalationen und ggf. auch ein Cortisonhaltiges Nasenspray.

Der stationäre Krankenhausaufenthalt beträgt nach einer Nasennebenhöhlenoperation selten mehr als 3 Tage. Durchgeführt wird der Eingriff in Vollnarkose.
Die Arbeitsunfähigkeit beträgt je nach Eingriffsart zwischen 7 und 21 Tage. Natürlich hängt dies auch von Ihrer beruflichen Tätigkeit ab.

 
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