Nasennebenhöhlenoperation

Endoskopische, mininal invasive Nasennebenhöhlenoperationen

FESS = Funktionell - endoskopische Nasennebenhöhlenoperationen

Wir operieren in unserer Praxis Schwerpunktmässig Patienten die an einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) leiden. Aber etwas grenzt uns von vielen anderen Praxen ab: Wir behandeln Sie bei einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung ganzheitlich, d.h. Diagnostik, Beratung, Medikamentöse Therapie, Operative Therapie und konsequente Nachbetreuung. Oft haben Sie von Freunden oder Verwandten gehört: Einmal an den Nebenhöhlen operiert- immer wieder an den Nebenhöhlen operiert. Teilweise stimmt dieser Ausspruch, denn eine chronische Sinusitis kann sehr therapieresistent sein. Daher behandeln wir sie nicht nur operativ sondern versuchen gleichzeitig die Ursache für die chronischen Beschwerden zu bekämpfen.

Verschiedene Ursachen einer chronischen Sinusitis:

Prädisponierende Faktoren für die Ausbildung einer chronischen Sinusitis

a) Allergien

Die allergische Rhinitis ist eine Erkrankung der Häufigkeit in Europa mit einem Mittel von 23% angegeben wird. Die Inzidenz bei der chronischen Rhinosinusitis beträgt 40-80%, wobei die Polyposis nasi et sinuum hiervon ausgenommen ist (andere Ursache). Aus diesen Gründen gehört zur Behandlung der chronischen Sinusitis bei Allergikern nicht nur die Operation, sondern ebenfalls die antiallergische Therapie.

b) Analgetika Intoleranz Syndrom

Ein Symptomenkomplex der neben nasalen Beschwerden und Polypenwachstum ein nichtallergisches Asthma einschliesst. Oft kommt es nach der Einnahme von Nicht steroidalen Antiphlogistika (z.B: Aspirin, Spalt, Ibuprofen) zu einem Asthmatischen Anfall oder bronchialen Beschwerden.
Bei diesen Patienten ist das Polypenwachstum in den Nasennebnhöhlen besonders extrem ausgebildet. Nach Operationen kommt es häufig zu Rezidiven. Bei einer möglichen Desensibilisierung gegen Acetylsalicylsäure verringern sich die nasalen und bronchialen Beschwerden und die Polypen-Rezidive sind seltener.

c) Asthma

Ein Zusammenhang zwischen Asthma und einer chronischen Sinusitis liegt auf der Hand. 40-70% der Asthmatiker leiden unter einer chronischen Sinusitis. Eine Sinusitis verschlechtert den Allgemeinzustand des Asthmatikers.

d) Histaminintoleranzsyndrom

Histamin ist ein körpereigener Stoff der im Rahmen einer Allergie ausgeschüttet wird. Wir nehmen aber auch täglich Histamin mit unserer Nahrung auf. Geräucherter Fisch , reifer Käse, Rotwein, Champagner und vieles mehr, enthalten hohe Mengen an Histamin, die der ein oder andere von uns nicht gut verstoffwechseln kann. Auch diverse Medikamente wie Diclofenac und Acetylsalicylsäure erhöhen den Histamingehalt im Körper.

Folge: durch die gesteigerte Aufnahme von Histamin mit Nahrung/Getränken kommt es zur Schwellung der Schleimhäute in Nase/Nasennebenhöhlen/Bronchien und damit manchmal zur Ausbildung einer chronischen Sinusitis. Auch Kopfschmerzen, Urticaria, Flushsymptome und Gastrointestinale Beschwerden können ausgelöst werden.

FESS: Funktionell-endoskopische Nasennebenhöhlenchirurgie

Falls es zur Operation kommt, sollten Sie wissen, dass wir Sie in einem Speziell ausgestattetem OP operieren. Die Raphaelsklinik stellt uns die neusten Endoskopischen Techniken und Instrumente zur Verfügung, damit wir Sie minimal invasiv und nicht wie oft gesehen radikal operieren können. Die hohe Kunst der Nasennebenhöhlenchirurgie besteht darin, entzündliches Gewebe zu entfernen, wichtige Strukturen zur Befeuchtung der Nase aber zu belassen. Immer wieder sehen wir Patienten, die nach radikaler Operationstechnik unter austrocknenden Nasenschleimhäuten leiden. Leider ein Zustand der oft nicht mehr reversibel ist. Unter den Möglichkeiten die uns heute mit den Endoskopen gegeben sind, wird Ihnen dies nicht passieren.

Die Zugänge zu den 4 Nasennebenhöhlen (Kieferhöhle/Stirnhöhle/Siebbein/Keilbeinhöhle) werden je nach Befund mit endoskopischer Technik erweitert. Alles ohne sichtbare Schnitte. Dennoch entstehen Operationswunden im Inneren des Nasennebenhöhlensystems. Da wir bei einer Nasennebenhöhlenoperation die Belüftung und die Drainage der Höhlen verbessern wollen, handelt es sich um eine "offene" Wundbehandlung, Sie selbst sehen keine Wunden, aber Sie merken dass Ihre Nase postoperativ viel Wundschleim und Blut abgibt. Dieser Heilungsprozess dauert je nach Ausdehnung der Operation bis zu 3 Wochen. In dieser Zeit dürfen Sie nicht schneuzen und  sich nicht schwer belasten. Zur besseren Wundheilung verwenden Sie täglich Nasenspülungen/ Inhalationen und ggf. auch ein Cortisonhaltiges Nasenspray.

Der stationäre Krankenhausaufenthalt beträgt je nach Ausdehnung der Operation 3-5 Tage. Durchgeführt wird der Eingriff in Vollnarkose.
Die Arbeitsunfähigkeit beträgt je nach Eingriffsart zwischen 7 und 21 Tage. Natürlich hängt dies auch von Ihrem beruflichen Tätigkeitsfeld ab.

 
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