Fachpraxis für funktionelle und plastische HNO-Chirurgie

Überörtliche Gemeinschaftspraxis in Münster-Zentrum und Hiltrup

Riechen und Schmecken

Von den Sinneswahrnehmungen: Sehen, Hören, Tasten, Riechen und Schmecken wird dem Geruchssinn bei uns Menschen nicht viel Bedeutung geschenkt. Dies bezieht sich aber nur auf solche Menschen, die Riechen und Schmecken können. Ist der Geruchssinnn eingeschränkt oder verloren, merken wir erst wie wichtig er im Alltag für uns ist. Jede Nahrungsaufnahme wird nur mit Genuss vollzogen, wenn wir Riechen/Schmecken können. In vielen Berufen ist der Geruchssinn absolut notwendig, so dass ein Verlust sogar zu einer Berufsunfähigkeit führen kann.

Lediglich die 4 Geschmacksqualitäten sauer, süss, salzig und bitter werden mit der Zunge wahrgenommen. Jede weitere gustatorische Nuance wird über den Geruchssinn erfahren, funktioniert also ausschließlich unter Einbeziehung der Nase.

Ursachen für Störungen im Geruchs- und Geschmacksinn können Virusinfektionen, bakterielle Entzündungen, chronisch polypöse Entzündungen und andere zum Teil genetische Veränderungen sein.
Auch neurologische Erkrankungen beginnen nicht selten mit Riechstörungen (Morbus Alzheimer; Morbus Parkinson; Multiple Sklerose).
Auch altersbedingt nimmt die Riechleistung ab: Ab dem 80. Lebensjahr riecht nur noch jeder 2. uneingeschränkt gut.

Zur Diagnostik einer Riech- und/oder Geschmacksstörung ist immer eine endoskopische Untersuchung durch den HNO-Arzt sowie eine Geruchs- und Geschmacksprüfung notwendig.